Reise

Griechische Inseln jenseits von Santorini: Corfu & Kreta im Detail (2026)

Ausführlicher Einblick in Griechenlands lohnendste Inseln abseits von Santorini: Corfus UNESCO-Welterbestadt, venezianische Festungen und smaragdgrüne Buchten; sowie Kretas minoische Ruinen, die Samaria-Schlucht und Chanias har

Autor: Tourants editorial

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Griechische Inseln jenseits von Santorini: Corfu & Kreta im Detail (2026)

Griechische Inseln jenseits von Santorini: Corfu & Kreta im Detail (2026)

Die meisten Griechenlandbesucher folgen einer etablierten Route: Santorinis vulkanische Caldera, die kosmopolitischen Strände von Mykonos und vielleicht ein Tagesausflug ab Athen. Doch Griechenland besitzt 6.000 Inseln und Inselchen, und zwei seiner außergewöhnlichsten — Corfu im Ionischen Meer und Kreta in der südlichen Ägäis — bieten eine Erlebnisvielfalt, mit der die berühmten Inseln einfach nicht mithalten können. Dieser Reiseführer richtet sich an Reisende, die weniger Instagram-Massen und mehr authentisches Griechenland suchen.

Warum Corfu und Kreta?

Corfu (Kerkyra): Eine Besonderheit in der griechischen Welt — eine Insel, die stärker von der venezianischen, britischen und französischen Kolonialgeschichte als von der osmanischen Herrschaft geprägt wurde. Ihre Hauptstadt Corfu-Stadt ist die einzige Stadt Griechenlands mit einem intakten mittelalterlichen Zentrum, das von venezianischen Festungen umgeben ist, und wurde 2007 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Das Inselinnere ist üppig und grün (ungewöhnlich für eine griechische Insel), bedeckt von Olivenhainen und Zypressen, während die Küste zwischen dramatischen Klippen und geschützten Buchten wechselt. Corfu hat den Ruf, wunderschön zu sein, ohne die sommerliche Überfüllung, die die Kykladen betrifft.

Kreta: Griechenlands größte Insel und eine Welt für sich. Als Geburtsort der minoischen Zivilisation — Europas erster hochentwickelter Stadtkultur, die vor 3.500 Jahren blühte — bietet Kreta genug Archäologie, Landschaft und Gastronomie, um einen engagierten Reisenden wochenlang zu beschäftigen. Außerdem ist es die einzige griechische Insel, auf der man Europas längste Schlucht (Samaria) durchwandern, einige der besten traditionellen Gerichte des Mittelmeers essen und fast menschenleere Strände innerhalb einer Stunde von großen Flughäfen finden kann.

Wann reisen?

Mai und Juni: Die ideale Zeit für beide Inseln. Die Temperaturen sind warm, aber nicht drückend (22–27 °C auf Corfu, 24–28 °C auf Kreta), das Meer ist zum Baden geeignet, Blumen blühen und die touristische Infrastruktur ist vollständig geöffnet, ohne die Menschenmassen der Hochsaison im August. Dies ist der perfekte mediterrane Sommer.

Juli und August: Hochsaison. Beide Inseln sind belebt (besonders Corfu — ein beliebtes Urlaubsziel für Briten und Italiener). Die Preise sind am höchsten, die Strände voll und Unterkünfte müssen Monate im Voraus gebucht werden. Der Vorteil: garantierter Sonnenschein und warme Meerestemperaturen.

September und Oktober: Hervorragend für erfahrene Reisende. Nach Mitte September werden die Menschenmassen weniger, die Wassertemperaturen bleiben bis Oktober warm, die Preise sinken um 20–30 % und das Licht zum Fotografieren ist außergewöhnlich. Viele Einheimische halten den September für den besten Monat.

Vermeiden: Januar und Februar, wenn der Fährverkehr eingeschränkt wird und viele Restaurants und Hotels über den Winter schließen.


Teil eins: Corfu — die Smaragdinsel

Anreise

Mit dem Flugzeug: Der internationale Flughafen Corfu (CFU) wird im Sommer mit Direktflügen aus London, Amsterdam, Rom und vielen anderen europäischen Städten angeflogen. Mit dem Taxi sind es 5 Minuten bis Corfu-Stadt.

Mit der Fähre: Ganzjährige Fährverbindungen ab Igoumenitsa (griechisches Festland, 90 Minuten), Patras (7 Stunden, über Nacht) und Brindisi/Bari (Italien, 6–9 Stunden). Die italienischen Verbindungen machen Corfu zu einem ausgezeichneten Ausgangspunkt für eine Griechenland-Italien-Reise.

Corfu-Stadt: UNESCO-Weltkulturerbe

Corfu-Stadt (Kerkyra) ist eine der am besten erhaltenen mittelalterlichen Städte des Mittelmeers. Ihren UNESCO-Status verdankt sie der außergewöhnlichen Konzentration venezianischer, französischer und britischer Architektur auf einer kleinen Halbinsel — die einzige griechische Stadt im ganzen Land mit dieser Auszeichnung.

Die Esplanade (Liston): Die lange, nach dem Vorbild der Pariser Rue de Rivoli angelegte Promenade, die Anfang des 19. Jahrhunderts von den Franzosen erbaut wurde. Die Arkaden mit Cafés (I Liston) bilden das Zentrum des gesellschaftlichen Lebens in Corfu; bestellen Sie ein lokales Ingwerbier (Tsitsibira, nach einem von den Briten eingeführten Rezept) und beobachten Sie das Treiben.

Die Alte Festung (Paleo Frourio): Die byzantinische und venezianische Festung auf der östlichen Landspitze mit weitem Blick auf die albanischen Berge und das offene Meer. Die Venezianer errichteten im 15. und 16. Jahrhundert einen großen Teil des heutigen Bauwerks. Eintritt: 6 €. Jeden Cent wert — die Aussicht vom höchsten Punkt ist außergewöhnlich.

Die Neue Festung (Neo Frourio): Die venezianische Festung aus dem 16. Jahrhundert an der Westseite der Altstadt. Ihre Tunnel und Wälle, die weniger besucht werden als die Alte Festung, lassen sich wunderbar erkunden. Eintritt: 4 €.

Die Kirche Agios Spyridon: Hier liegt der Schutzheilige der Insel, der heilige Spyridon, in einem kunstvollen silbernen Reliquienschrein. Die Kirche ist ein Pilgerziel für Griechen; die Atmosphäre im Inneren ist bewegend und die byzantinischen Fresken sind außergewöhnlich.

Die Gassen der Altstadt: Die engen Gassen (Kantounia) der Altstadt laden zum ziellosen Schlendern ein — hinter jeder Ecke entdeckt man ein venezianisches Portal, eine winzige Kirche oder einen begrünten Innenhof. Die Gegend rund um die Straßen Agii Apostoli und Nikiforou Theotoki ist besonders schön.

Strände: Die besten der mehr als 100 Buchten von Corfu

Paleokastritsa: Corfus dramatischste Küstenlandschaft — eine Reihe türkisfarbener Buchten, umgeben von steilen, bewaldeten Klippen und beherrscht von einem byzantinischen Kloster aus dem 13. Jahrhundert auf einer Landspitze. Das Wasser ist kristallklar, doch der Strand wird im Juli und August sehr voll. Kommen Sie früh am Morgen.

Glyfada: Der beliebteste Strand der Insel — ein langer Sandbogen, hinter dem Tamarisken wachsen. Gut organisiert (Sonnenliegen, Wassersport) und ideal für Familien. Während der August-Hochsaison besser meiden.

Porto Timoni: Porto Timoni ist nur über einen 20-minütigen, steinigen Weg (oder per Boot vom Dorf Afionas) erreichbar und besteht aus zwei Stränden — zwei Buchten, die durch eine schmale Landenge getrennt sind. Wasser und Snacks mitbringen; es gibt keine Einrichtungen. Jeder Schritt lohnt sich.

Agios Gordios: Ein langer, wenig besuchter Strand an der Westküste vor steilen grünen Hügeln. Eher ein Strand für Einheimische als ein Touristenziel; in den Tavernen am Ufer gibt es ausgezeichneten frischen Fisch.

Sidari: Bekannt für den Canal d'Amour — eine Reihe von Sandsteinbögen und vom Meer herausgewaschenen Kanälen. Geologisch faszinierend und weniger belebt als die westlichen Strände. Der Legende zufolge garantiert das Durchschwimmen des Kanals ewige Liebe.

Issos und Chalikounas: Zwei Strände an der Südspitze der Insel nahe der Korission-Lagune, die selbst in der Hochsaison fast leer sind. Windig, wild und außergewöhnlich. Ein eindrucksvoller Kontrast zu den gepflegteren Stränden im Norden.

Das Inselinnere: Olivenhaine und Bergdörfer

Achilleion-Palast: Der 1890 von Kaiserin Elisabeth von Österreich (Sisi) erbaute Palast mit seinen weitläufigen Gärten liegt auf einem Hügel 10 km von Corfu-Stadt entfernt und blickt auf das Meer. Die Mischung aus neoklassizistischer Architektur, Gärten im venezianischen Stil und einer außergewöhnlichen Aussicht macht diesen Ort zu einem der eindrucksvollsten Besuche der Insel. Eintritt: 10 €.

Pelekas: Ein Bergdorf im Inselinneren, bekannt für den „Kaiserthron“ — einen Aussichtspunkt, von dem aus Kaiser Wilhelm II. angeblich Sonnenuntergänge beobachtete. Der gleichzeitige Blick auf die Ost- und Westküste ist einzigartig für diese erhöhte Lage.

Olivenöl: Corfu produziert aus seinen etwa 4 Millionen Olivenbäumen außergewöhnliches Olivenöl. Die Corfu-Olive ist eine eigene Sorte (Lianolia), die fruchtiges, pfeffriges Öl hervorbringt. Achten Sie bei lokalen Produzenten und auf Märkten auf kaltgepresstes natives Olivenöl extra mit g.U. aus Corfu.

Kumquatlikör: Corfu ist der einzige Ort in Europa, an dem die japanische Kumquat kommerziell angebaut wird. Der daraus hergestellte Likör (Koum Quat) ist süß-säuerlich und typisch für Corfu; kaufen Sie ihn bei Mavromatis, dem wichtigsten Produzenten der Insel, als echtes lokales Produkt.

Essen auf Corfu

Die Küche von Corfu spiegelt ihre kosmopolitische Geschichte wider — italienische, französische und britische Einflüsse verbinden sich mit griechischer Tradition zu einer ganz eigenen Küche.

  • Sofrito: Das typische Gericht der Insel — Kalb- (oder Rind-)fleisch, langsam mit Knoblauch, Weißwein und reichlich Petersilie geschmort. Zart, aromatisch und anders als alles, was Sie sonst in Griechenland finden werden.
  • Pastitsada: Die Corfiotische Variante von Pastitsio (Nudelauflauf), zubereitet mit Hahn (oder Rind) in einer gewürzten Tomatensauce zu dicken Nudeln. Reichhaltig und sättigend.
  • Bianco: Fisch, der mit Kartoffeln, Knoblauch und Zitrone gegart wird — ein feiner weißer Fischeintopf mit Wurzeln in der venezianischen Tradition.
  • Nougat (Mandolato): Eine Spezialität von Corfu — Honignougat mit Mandeln, das seit dem 18. Jahrhundert hergestellt wird.

Übernachten auf Corfu

Corfu-Stadt (Budget bis Mittelklasse): Der beste Ausgangspunkt, um die Insel mit dem Linienbus zu erkunden. Hotels kosten zwischen 50–80 € pro Nacht für ein Doppelzimmer in einer Pension und 120–200 € pro Nacht für ein Boutiquehotel in der Altstadt.

Villen auf dem Land: Für Gruppen oder Familien ist die Anmietung eines traditionellen Corfiotischen Bauernhauses inmitten von Olivenhainen das ultimative Erlebnis. Preise ab 100–300 € pro Nacht, je nach Größe.


Teil zwei: Kreta — eine Insel für sich

Anreise

Mit dem Flugzeug: Der internationale Flughafen Nikos Kazantzakis in Heraklion (HER) empfängt ganzjährig Direktflüge aus den meisten europäischen Städten. Der internationale Flughafen Chania (CHQ) bedient Westkreta und bietet im Sommer ausgezeichnete Verbindungen aus Großbritannien, Deutschland und den Niederlanden.

Mit der Fähre: Ganzjährige Nachtfähre von Piräus (Hafen von Athen) nach Heraklion (8–9 Stunden, Abfahrt am Abend, Ankunft am Morgen). Außerdem Fähren von Piräus nach Chania und Rethymno. Die Nachtfähre ist ein Erlebnis für sich und spart eine Übernachtung.

Heraklion und die antike Welt

Archäologisches Museum von Heraklion: Eines der bedeutendsten archäologischen Museen der Welt — die maßgebliche Sammlung von Artefakten der minoischen Zivilisation, darunter die außergewöhnlichen Fresken aus dem Palast von Knossos (das Stiersprungfresko, der Lilienprinz), die nicht entzifferte Diskos von Phaistos, die minoischen Schlangengöttinnen und Tausende von Objekten aus der Zeit vor 3.500 Jahren. Mindestens 2–3 Stunden einplanen. Eintritt: 15 €. Nicht verpassen.

Palast von Knossos: Das Zentrum der minoischen Zivilisation, 5 km von Heraklion entfernt. Die Rekonstruktionen von Sir Arthur Evans aus dem 20. Jahrhundert sind unter Archäologen umstritten (manche nennen sie „künstlerische Fiktionen“), doch sie machen Knossos auf eine Weise visuell zugänglich, wie es die unrestaurierten Stätten nicht sind. Die Größe — der Palast erstreckte sich über 13.000 Quadratmeter — ist wahrhaft beeindruckend. Besuchen Sie ihn früh am Morgen (Öffnung um 8 Uhr), um den Reisebussen zuvorzukommen; ab 10 Uhr sind die Hauptbereiche extrem voll. Eintritt: 15 €.

Markt von Heraklion (Straße 1866): Die traditionelle überdachte Marktstraße ist einer der stimmungsvollsten Orte Kretas — Stände verkaufen Kräuter, kretischen Honig, Käse, Olivenöl und den lokalen Schnaps (Tsikoudia/Raki). Kaufen Sie Thymianhonig, gereiften Graviera-Käse und frisches kretisches Olivenöl für zu Hause.

Die Samaria-Schlucht: Europas längste

Die Samaria-Schlucht in den Weißen Bergen im Westen Kretas ist 16 km lang und führt vom Omalos-Plateau 1.250 Meter hinab zum Libyschen Meer. Europas längste Schlucht ist zugleich eine der schönsten — der Weg folgt dem Fluss Tarraios durch hohe, senkrechte Kalksteinwände (die Enge, an der die Wände 3 m auseinanderliegen und 200 m hoch sind, bleibt unvergesslich), vorbei am verlassenen Dorf Samaria und der Quelle des heiligen Nikolaus bis zum Strandort Agia Roumeli.

Praktische Informationen:

  • Saison: 1. Mai bis 15. November (im Winter wegen der Gefahr von Sturzfluten geschlossen)
  • Eintritt: 5 €
  • Dauer: 4–6 Stunden in eine Richtung (die Schlucht ist einseitig begehbar, bergab)
  • Start: Ausgangspunkt Xyloskalo am Omalos-Plateau; Bus ab Chania (1,5 Stunden)
  • Ende: Agia Roumeli; Boot nach Hora Sfakion, anschließend Bus zurück nach Chania
  • Gesamtdauer ab Chania: 8–10 Stunden
  • Fitnessniveau: Mittel — das Gelände ist felsig, der Weg aber gut ausgeschildert. Geeignete Schuhe tragen; Flip-Flops sind ungeeignet.

Tipp für Anfang Mai: Über den Weißen Bergen kann noch Schnee liegen; morgens kann es kalt sein. Für den oberen Abschnitt mehrere Kleidungsschichten einpacken.

Chania: Westkretas schönste Stadt

Chanias alter Hafen ist eine der meistfotografierten Szenen Griechenlands — ein venezianischer Leuchtturm, eine osmanische Moschee und eine elegante, von Arkaden gesäumte Uferpromenade umgeben einen sichelförmigen Hafen mit Fischerbooten. Chania ist inzwischen auch einer der touristischsten Orte Kretas, bleibt aber wirklich wunderschön.

Der venezianische Hafen und der Leuchtturm: Gehen Sie die gesamte Hafenpromenade entlang, einschließlich der äußeren Mole bis zum Leuchtturm. Am schönsten bei Sonnenuntergang, wenn das Licht auf den alten Gebäuden außergewöhnlich ist.

Die Gassen der Altstadt: Abseits des Hafens bietet Chanias Altstadt schöne Viertel zum Erkunden: das Viertel Splantzia (osmanische Architektur, ruhige Plätze), das ehemalige jüdische Viertel (Ovraiki) und das überdachte Marktgebäude (Municipal Market, in Form eines Kreuzes erbaut).

Das Archäologische Museum von Chania (in der ehemaligen venezianischen Kirche San Francesco): Eine schöne Sammlung minoischer Artefakte aus Westkreta, darunter eine außergewöhnliche Nachbildung der Diskos von Phaistos und detaillierte Tafeln in Linear A. Eintritt: 8 €.

Essen in Chania: Die Restaurants am alten Hafen sind teuer und mittelmäßig (Touristenfallen mit schöner Aussicht). Gehen Sie zwei Straßen weiter ins Hinterland, wo lokale Tavernen besseres Essen zum halben Preis anbieten. Unbedingt probieren: kretischer Salat (Horiatiki mit lokalem Graviera-Käse statt Feta), Dakos (getrockneter Zwieback mit Tomaten und Mizithra-Käse) und Lammkoteletts vom Metzgergrill.

Rethymno: Der perfekte Mittelweg

Rethymno (Rethymnon) wird oft zugunsten von Heraklion und Chania übersehen, ist aber möglicherweise die lebenswerteste Stadt Kretas — eine perfekt erhaltene venezianische Altstadt, ein stimmungsvoller Leuchtturmhafen und ein langer Sandstrand unmittelbar östlich der Altstadt. Es fehlen die großen archäologischen Sehenswürdigkeiten von Heraklion und der Instagram-perfekte Hafen von Chania, doch Besucher, die das lokale statt des touristischen Kretas kennenlernen möchten, werden belohnt.

Die Fortezza: Die massive venezianische Festung oberhalb der Altstadt — 1573 nach einem verheerenden osmanischen Überfall erbaut. Ihre Größe ist außergewöhnlich (sie wurde errichtet, um im Notfall die gesamte Zivilbevölkerung aufzunehmen), und die Aussicht von den Bastionen über Rethymno und das Kretische Meer ist hervorragend. Eintritt: 4 €.

Die venezianische Altstadt: Die venezianische Architektur der Stadt aus dem 16. und 17. Jahrhundert ist bemerkenswert gut erhalten — Loggia, Minarett (in eine Moschee umgewandelt), Renaissancebrunnen. Der Rimondi-Brunnen (1623) und die umliegenden Straßen sind besonders reizvoll. Die Altstadt lässt sich in 2 Stunden zu Fuß erkunden, belohnt aber eine langsamere Erkundung.

Preveli Beach: Einer der eindrucksvollsten Strände Kretas, erreichbar per Boot ab Plakias oder über einen steilen Weg hinab vom Kloster Preveli. Hier mündet ein Fluss ins Meer und bildet landeinwärts einen Palmenhain — die Kombination aus Fluss, Palmen und türkisfarbenem Meer ist in Europa wirklich einzigartig. Das Kloster (Eintritt 3 €) besitzt einen schönen Innenhof und unter seinen Reliquien ein Stück des Wahren Kreuzes.

Ostkreta: Das ruhige Ende

Ostkreta ist deutlich weniger erschlossen als der Westen und der richtige Ort für alle, die leere Strände, traditionelle Dörfer und echte Abgeschiedenheit suchen.

Insel Spinalonga: Die gut erhaltene venezianische Festung auf einer kleinen Insel im Golf von Elounda, die bis 1957 als Leprakolonie diente (Thema von Victoria Hislops Roman The Island). Die Ruinen der Kolonie, die genau so sichtbar sind, wie sie am letzten Tag der Kolonie zurückgelassen wurden, wirken unheimlich stimmungsvoll. Boote ab Elounda (12 € Hin- und Rückfahrt).

Palmenstrand von Vai: Der einzige ursprüngliche Palmenhain Europas — 5.000 Palmen der Art Phoenix theophrastii an einem sichelförmigen Strand. Kommen Sie sehr früh (vor 9 Uhr), um ihn ohne Reisebusse zu erleben.

Sitia und die Ostroute: Die Fischerstadt Sitia ist das Tor zum abgelegenen Kloster Toplou (eines der bedeutendsten Kretas, mit einem prächtigen Ikonenraum aus dem 15. Jahrhundert) und zu den außergewöhnlichen, menschenleeren Stränden an der Ostspitze (Xerokambos, Kato Zakros).

Kretische Küche: Griechenlands beste Regionalküche

Kreta gilt weithin als Heimat der besten Regionalküche Griechenlands. Sie verbindet die gesündesten Elemente der mediterranen Ernährung (Olivenöl, Hülsenfrüchte, Wildkräuter, frischer Fisch, wenige industriell verarbeitete Lebensmittel) mit traditionellen Techniken, die durch die geografische Abgeschiedenheit erhalten geblieben sind.

  • Dakos: Eingeweichter Gerstenzwieback mit gehackten Tomaten, Mizithra-Käse (Molkenkäse), Olivenöl und getrocknetem Oregano. Einfach, frisch und außergewöhnlich gut.
  • Gamopilafo: Ein Hochzeitsreisgericht — Rundkornreis, in kräftiger Ziegen-/Lammbrühe gekocht und anschließend mit Butter verfeinert. Seidig, reichhaltig und äußerst befriedigend.
  • Stamnagathi: Ein Salat aus wilden kretischen Kräutern, der einzigartig auf der Insel ist.
  • Apaki: Geräuchertes, in Essig mariniertes Schweinefleisch — eine uralte Konservierungsmethode, die außergewöhnlich schmackhaftes Pökelfleisch hervorbringt.
  • Tsikoudia/Raki: Kretischer Schnaps, aus Traubentrester destilliert. Jede Mahlzeit in einer kretischen Taverne endet mit einem kostenlosen Glas und einer Art Dessertplatte. Ablehnen gilt als unhöflich.
  • Graviera: Kretas Hartkäse mit g.U. — nussig, leicht süßlich und ausgezeichnet mit lokalem Honig und Walnüssen.
  • Kretisches Olivenöl: Der weltweit höchste Pro-Kopf-Verbrauch an Olivenöl bringt außergewöhnliches lokales Öl hervor. Kaufen Sie während der Erntezeit (November–Januar) kaltgepresstes Öl bei örtlichen Genossenschaften.

Gemeinsame Corfu-Kreta-Reise: 12–14 Tage

Tage 1–4: Corfu

  • Tag 1: Ankunft auf Corfu, Corfu-Stadt erkunden (Alte Festung, Liston, Altstadt)
  • Tag 2: Paleokastritsa, Strand von Glyfada, Dorf Pelekas
  • Tag 3: Achilleion-Palast, Landschaft im Zentrum von Corfu, Porto Timoni
  • Tag 4: Sidari, Canal d'Amour, nördliche Strände; abends Boot nach Igoumenitsa oder später Flug

Tage 5–14: Kreta

  • Tag 5: Flug oder Fähre nach Heraklion; Archäologisches Museum von Heraklion
  • Tag 6: Palast von Knossos; Markt und Uferpromenade von Heraklion erkunden
  • Tag 7: Fahrt nach Westen bis Rethymno; Fortezza, Altstadt
  • Tag 8: Fahrt nach Chania; venezianischer Hafen, Erkundung der Altstadt
  • Tag 9: Samaria-Schlucht (ganztägig); Abend in Agia Roumeli
  • Tag 10: Strände Westkretas: Elafonisi (rosa Sand), Falassarna
  • Tag 11: Fahrt nach Osten; Insel Spinalonga, Elounda
  • Tag 12: Ostkreta: Kloster Toplou, Palmenstrand von Vai
  • Tag 13: Sitia, Strand von Kato Zakros; Rückfahrt in Richtung Heraklion
  • Tag 14: Abreise ab Heraklion

Budgetübersicht

Corfu

KategorieBudgetMittelklasse
Unterkunft35–55 €/Nacht80–150 €/Nacht
Essen (Abendessen für 2)25–35 €55–80 €
Linienbus/Tag3–5 €3–5 €
StrandeintrittAn den meisten Stränden kostenlosKostenlos
Wichtigste Sehenswürdigkeiten6–10 € pro StückGleich

Kreta

KategorieBudgetMittelklasse
Unterkunft35–60 €/Nacht85–160 €/Nacht
Essen (Abendessen für 2)25–40 €55–90 €
Mietwagen35–55 €/Tag (unerlässlich)55–90 €/Tag
Samaria-Schlucht + Fähre20 €/PersonGleich
Wichtige archäologische Stätten10–15 € pro StückGleich

Wichtig: Für Kreta wird dringend ein Mietwagen empfohlen (anders als auf Corfu, wo Busse ausreichen). Die Insel ist groß, und die besten Strände und Dörfer sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht erreichbar.

Visa und Einreise

Griechenland gehört zum Schengen-Raum. Bürger der EU/des EWR: kein Visum erforderlich. Bürger der USA, Kanadas, Australiens, Neuseelands und des Vereinigten Königreichs: visumfreie Einreise für bis zu 90 Tage innerhalb eines Zeitraums von 180 Tagen im Schengen-Raum.

Hinweis: Das EU-System ETIAS zur elektronischen Reisegenehmigung für visumfreie Drittstaatsangehörige (voraussichtliche Einführung 2025–2026) erfordert vor Reisen nach Griechenland und in andere Schengen-Länder einen Online-Antrag (etwa 7 €). Prüfen Sie die aktuellen Bestimmungen vor der Buchung.

Zwischen den Inseln unterwegs

Direktflüge von Corfu nach Heraklion sind nicht häufig; die meisten Verbindungen führen über Athen (1–2 Stunden). Alternativ können Sie eine Fähre von Corfu nach Patras oder Igoumenitsa nehmen und anschließend mit Bus/Zug nach Athen weiterreisen, um eine Nachtfähre nach Kreta zu nehmen. Für die Kombination aus Landweg und Fähre sollten Sie 2 Tage einplanen.

Die einfachste Verbindung: Flug Corfu → Athen (45 Minuten), anschließend Anschluss nach Heraklion oder Chania (50 Minuten).

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